Mel’s Randnotizen: Samstag, 3. September 2011

Von unseren letzten Trips in die Staaten haben haben wir eines gelernt: am ersten Tag so viel wie möglich raus an die frische Luft und irgendwas fürchterlich touristisches machen, um dem Körper ein bisschen zu helfen, sich an die neue Zeitzone zu gewöhnen.

Leider hat Atlanta keine Doppeldecker-Bustouren oder Ducktours oder sonst irgendwas touristisches. Immerhin ist Atlanta nicht gerade eine Touristenhochburg. Aber einen kleinen Zoo hat es. Und wir mögen Zoos!

Also Shorts an und nichts wie hin, solange es noch nicht zu heiß wurde – dank innerer Uhr sind wir ja noch echte Frühaufsteher und ab ca. 4:00 Uhr morgens hellwach. Und der Zoo, mitten in der Stadt, ist wirklich ok. Sie haben nicht viele Tierarten, aber viele moderne Gehege und eine phänomenal große Gorilla- und Orang-Utang Anlage.

Ausserdem war „Tag des Geiers“ im Zoo und wir haben den netten Freiwilligen an den Infoständen erklärt, wie man „Lämmergeier“ ausspricht und rausgefunden, wie der Schmutzgeier (der Kölner Zoo hat einen, einer der wenigen Geierarten, die Federn am Kopf haben) auf Englisch heisst.

Und Atlanta hat als einer von nur wenigen Zoos in den USA große Pandas – zur Zeit ein Zuchtpaar und zwei Nachzuchten, die Kleinste von November letzten Jahres. Aber auch den Pandas war’s zu warm und sie schliefen in ihren voll klimatisierten Innengehegen. Das haben wir dann ab Mittags auch vorgezogen – äh, nicht in Innengehegen zu schlafen, aber klimatisierte Räumlichkeiten in Form eines Walmart Superstores und hinterher des Hotels aufzusuchen.

Dort beobachte ich mit Sorge das tropische Strumtief „Lee“ im Wetterkanal – eine unerlässliche Infoquelle für alle USA-Reisenden. „Lee“ wütet noch im Golf von Mexico und wird morgen in Louisiana an Land gehen. Die aktuellen Voraussagen lassen Lee dann direkt über unsere Reiseroute nach D.C. ziehen und mit unserer aktuellen Planung sind wir langsamer als Lee – irgendwann in den nächsten Tagen wird uns das Wetter also einholen. Mal sehen, ob wir dann auch Sicherheitsgründen umplanen müssen. Und Tropensturm Katia bildet sich schon vor Kap Verde und zieht mit Stärke 3 in Richtung Ostküste. Ein weiterer Kopfschmerz im übertragenen Sinne – die Küste ist ja gerade erst von Tropensturm Irene heimgesucht worden. Nichts geht über Urlaub in der „Hurricane Season“…

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